Aida Cruises veröffentlichte erst kürzlich stolz das neue Reise-Programm für 2024 und ließ die Vorfreude auf den Urlaub bei den Kreuzfahrern so richtig groß werden (MOIN.DE berichtete).
Doch ein schwerwiegendes Detail im Katalog bereitet Aida-Fans große Sorgen – und macht viele völlig fassungslos.
Aida: Was ist denn hier los?
Laut Programm sollen die Aida-Schiffe „Nova“, „Diva“ und „Mar“ im Jahr 2024 ganze 34 Mal im Hafen von St. Petersburg in Russland anlegen.
+++ „Mein Schiff“ und Aida: Kreuzfahrer in Sorge! Dieses Horror-Szenario macht ihnen Angst +++
Doch seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben viele Reedereien, unter anderem Aida Cruises, Fahrten nach Russland komplett gestrichen. Nun sollen die Kussmund-Schiffe wieder Russland ansteuern…trotz weiterhin tobendem Krieg in Osteuropa – das sorgt nicht nur für Irritationen.
Daten und Fakten zu Aida:
- Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
- Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
- Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
- Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
- Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug
Aida-Liebhaber zwischen Angst und Wut
In den sozialen Netzwerken zeigen Kreuzfahrt-Liebhaber Wut und Ängste. Eine Frau meint: „Schade, aber, dann fahrt mal alleine dahin, Aida. Ich finde es unverantwortlich, jetzt schon es wieder ins Programm aufzunehmen. Sehen die Planer nicht, was Russland macht?“
Drastische Worte finden sich noch einige mehr: „Aida sollte sich schämen. Da würde ich nicht hinreisen. Wer weiß ,ob man da wieder nach Hause zurückkommt“, heißt es in einem Kommentar.
+++ Aida: Frau guckt während der Fahrt aufs Meer – und traut ihren Augen kaum +++
Aida Cruises hüllt sich in Schweigen
Ob die Reederei Ersatzpläne für St. Petersburg hat, bleibt erste mal unklar. Auf Anfrage von MOIN.DE reagierte Aida bisher noch nicht.
Kreuzfahrer blicken auch wegen möglichen Umroutungen skeptisch auf die Stationen in Russland für 2024. Denn der Krieg in der Ukraine ist noch nicht vorbei und vielen gilt es auch als wichtiges Symbol, den Aggressor Russland weiterhin nicht anzufahren.
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Viele Kreuzfahrer wollen die Ostsee-Routen zwar buchen, aber nicht das Risiko eingehen, ins Kriegsgebiet zu fahren. Andere wollen sich den Stress mit der Umbuchung sparen.
Wie Aida mit Gäste-Kritik und der Lage in Osteuropa weiterhin umgeht, bleibt abzuwarten. Wer eine Ostsee-Route ohne St. Petersburg buchen will, wird derzeit noch bei Reisen rund um Schweden, Polen und Dänemark sowie den Schärengarten der Ostsee fündig.