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Hamburg-Wahl: Knallhart-Kneipe will AfD auf die Bretter schicken – so wählt der „Goldene Handschuh“

Nach der SPD ruft im „Goldenen Handschuh“ in Hamburg niemand. Zur Bürgerschaftswahl wollen Gäste woanders durchziehen.

© Stephan Wipperfeld / MOIN.DE

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Die Bürgerschaftswahl in Hamburg steht am 2. März an. Nach Merz- und AfD-Beben im Bundestag ist man sich im „Goldenen Handschuh“ auf der Reeperbahn sicher, was jetzt zu tun ist.

Während Gäste im „Elbschlosskeller“ die AfD in Teilen sogar ganz gut finden, zeichnet sich beim MOIN.DE-Besuch in den „Honka-Stuben“ in Hamburg ein anderes Bild.

Hamburg: Voll auf die Zwölf

Mittags um 12.30 Uhr ist der „Goldene Handschuh“ in einer Seitenstraße der Reeperbahn in Hamburg rappelvoll. Vorwiegend junge Gäste haben den Abend zuvor einfach bis zum Mittag verlängert. Die Umbrüche im Deutschen Bundestag haben viele von ihnen verstört, wer aus Hamburg kommt, hat klare Ziele für die nahende Bürgerschaftswahl.

Eine vergnügte Herren-Gruppe hält den Pegel nach einer Nacht auf dem Kiez noch ein bisschen hoch, beim Thema nahende Bürgerschaftswahl leuchten die Augen noch etwas mehr. Kilian (31), von Beruf Steinmetz und Tischler, will seine Stimmen auf die Grünen, die Linke und Volt verteilen, den Rechtsruck unter Friedrich Merz (CDU) und der rechtspopulistischen AfD im Bundestags hält er für fatal.

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Hamburg: Mit der AfD reden

„Wir brauchen mehr Aufklärung und Kommunikation“, meint er. In Sachen Migration, Kriminalität und wirren „Grenzen dichtmachen“-Vorstößen will er, dass man „mit den Leuten“ redet. Auch mit der AfD und deren Sympathisanten sei ein Dialog sinnvoll, gibt er gegenüber MOIN.DE preis. Denn Sorgen müsse man ernst nehmen und nicht einfach wegschieben.

Kumpel René, ebenfalls 31 und Wirtschaftsökonom, will hingegen klar auf die FDP setzen, die 2025 nicht in den Bundestag einziehen wird. Nach der Bürgerschaftswahl will er die Gelben im Senat sehen, mit Fokus auf liberale Wirtschaft.


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Hamburg: „Gar keine Option“

An der Theke steht Josi (36). Die Kosmetikerin verrät MOIN.DE, dass sie zur Bundestagswahl ihre Kreuze bei der Linken und den Grünen gemacht hat. „Rechts wählen ist gar eine Option“, sagt sie – „man muss da ein Gleichgewicht schaffen“. Jobbedingt hat sie dazu eine klare Empfehlung für Friedrich Merz: Der CDU-Vorsitzende und zukünftiger Bundeskanzler solle sich endlich die Haar-Insel über der Stirn abrasieren. „Wenn er Staatsmann sein will, sollte er auch so aussehen“, findet sie.

Auch Haroon (35), der seit sechs Monaten in der kultigen Kneipe arbeitet, gibt an, links zu wählen. Die Linke und Volt bekommen seine Kreuze, so habe er es auch schon bei der Bundestagswahl gemacht, verrät er MOIN.DE. Im „Elbschlosskeller“ gegenüber sieht die politische Stimmung anders aus. Wie genau, erfährst du >>>hier!