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Hamburg Reeperbahn: Sexmuseum-Inhaberin fährt Laden gegen die Wand – „Eine Existenz wird zerstört“

Historische Dildos und andere Sexspielzeuge – so etwas gab es in einem Museum auf der Reeperbahn in Hamburg zu bestaunen. Nun steht der Laden vor dem Aus.

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Hamburg erfreut sich bei Touristen rund um den Globus größter Beliebtheit – eine Attraktion gilt bei vielen als der absolute Renner. Die Reeperbahn, Hamburgs berühmteste Straße mitten im Vergnügungs- und Rotlichtviertel der Stadt, ist die Heimat so manch eines skurrilen Geschäfts.

Klassische Kunst oder alte Skulpturen kann jeder. Die Reeperbahn in Hamburg hat kulturell noch einiges mehr zu bieten: So zum Beispiel Deutschlands erstes Museum für historisches Sexspielzeug. Doch genau dieses könnte bald schon der Geschichte angehören…

Hamburg Reeperbahn: Sexmuseum vor dem Aus

Die Inhaberin des kleinen Sexmuseums auf der Reeperbahn in Hamburg gibt in einem emotionalen Facebook-Video preis, dass das skurrile Museum vor dem Aus steht. „55 Jahre lang hatte meine Familie dieses Geschäft, und fünf Jahre meines Lebens habe ich mit Blut, Schweiß und Tränen durch Corona den ganzen Scheiß durchgeboxt“, sagt die Inhaberin in einem Video, das MOIN.DE vorliegt.

Für Freigeister und Aufgeschlossene bietet das kleine Museum namens „L’apotheque“ Touren und Ausstellungen der ganz besonderen Art. In den Räumen einer ehemaligen Apotheke hatte die Inhaberin das Museum für Sexspielzeug eröffnet. „Wir wollen euch in persönlichen Begegnungen die Geschichte der historischen Geräte und die Entwicklung von Sexspielzeugen bis heute erzählen“, heißt es auf der Website. Doch damit ist bald Schluss: Weil sie vergessen hatte, den Pachtvertrag für das Gebäude zu verlängern, muss sie Ende 2024 raus.

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Hamburg Reeperbahn: „Wie soll ich meiner Mutter erklären, dass ich alles verloren habe?“

Aber es kommt noch heftiger: Das Sexmuseum auf der Reeperbahn in Hamburg hatte kürzlich erst mehrere tausende Euro in neue Badezimmer investiert. Unter Tränen fragt die Inhaberin: „Wie soll ich meiner Mutter erklären, dass ich alles verloren habe?“ Ihre Mutter hatte zuvor fast 50 Jahre lang eine Apotheke in den Räumlichkeiten betrieben. Nun wird die Familie, aufgrund eines kleinen Fehlers, zum Jahresende das Gebäude verlassen müssen. „Eine Existenz wird zerstört“, klagt sie in dem Facebook-Video.


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Unter ihrem Video finden sich zahlreiche Leute, die versuchen, Trost zu spenden. Das kultige Museum für Sexspielzeug gehört für viele längst zum Viertel rund um die Reeperbahn dazu. „Mir fehlen die Worte“, schreibt eine Frau, und eine andere klagt ebenfalls: „Ein Besuch steht noch auf meiner To-do-Liste für Hamburg.“ Nun steht das ganz besondere Museum vor dem Ende.