Veröffentlicht inNorddeutschland

Camping: Üble Gäste-Entwicklung auf Plätzen! Das macht keinen Spaß mehr

Kein soziales Miteinander mehr auf dem Camping-Platz? Der Frust innerhalb der Community ist riesig – viele wünschen sich die 80er zurück.

© IMAGO / imagebroker

Hilfreiche Tipps fürs Camping: So gelingt euer Urlaub im Freien

Mit diesen Tipps für Camping-Anfänger gelingt euch ein erholsamer Urlaub im Freien.

Camping ist nicht nur Natur-Erlebnis und die große Freiheit – für die meisten Liebhaber steht vor allem das Kennenlernen von anderen Campern auf dem Plan. Soziales Leben eben – doch genau das geht auf vielen Plätzen offenbar verloren.

Innerhalb der Camping-Gemeinschaft zeichnet sich ein übler Trend ab, der an die Wurzeln der Tradition geht…der Frust ist teils riesig.

Camping: „Um 19.00 Uhr alle Schotten dicht“

Schon seit Jahren will ein Camping-Kenner beobachten, wie sich Mit-Camper immer mehr zurückziehen. Via Facebook berichtet er von Nachbarn, die ab 19.00 vor dem Fernseher sitzen – anstatt mit anderen gemütlich ein Bier oder Ähnliches zu trinken. Der Verfall des Zusammenkommens geht ihm so an die Nieren, dass er sich in den sozialen Netzwerken Luft machen will. Die Reaktionen darauf sind überwältigend.

„Besonders geil finde ich die Kollegen, die tausende Kilometer mit dem hunderttausend Euro teuren Wohnmobil fahren, sich an einen See stellen und um 19.00 Uhr alle Schotten dicht machen“, schreibt ein Leidensgenosse. Das Unverständnis gegenüber „Drinnensitzern“ ist auch bei anderen groß, leere Plätze am frühen Abend sind offenbar keine Seltenheit.

+++ Camping: Preis-Alarm! Plötzlich sollen alle kündigen +++

Camping: Das war auch in den 90ern anders

Dazu soll das Phänomen ein Neuzeitliches sein. Noch in den 1980er- und 90er-Jahren sei die Situation auf Camping-Plätzen eine ganz andere gewesen sein, moniert es von Erfahrenen. Ist das der Technik geschuldet? TV-Empfang via Satelliten-Schüssel und Netflix ohne Grenzen lösen das gemütliche Beisammensein ab? Es scheint so. Und die, die sich offen zum weniger sozialen Miteinander bekennen, reagieren aufgestachelt.

Jeder könne doch selbst entscheiden, heißt es vielfach. Dabei klingt häufig eine Wut mit, die an eine Schutzbehauptung denken lässt. Oder wenigstens nach einem wunden Punkt klingt. Schließlich ist für eine offenkundig große Gruppe von Camping-Enthusiasten das Soziale auf Camping-Plätzen ein ganz elementarer Punkt für Urlaubs-Genuss. Miteinander ins Gespräch kommen, sich Kennenlernen, einander helfen.


Mehr News:


Was in südlichen Ländern auch abseits von Camping Gang und Gäbe ist, geht offenbar nun da verloren, wo man es am wenigsten vermutet hätte: Gemeinschaft am Abend. Während die einen mehr als offen für Bier, Skat, gemeinsames Betrachten des Sonnenuntergangs sind, zieht der Trend nicht wenige vor TV-Bildschirme. Da kann man auch zu Hause bleiben.

+++ Camping: Hier ist Geschick gefragt – selbst Profis kippen dabei aus den Latschen +++