Plötzlich können sich Camping-Interessierte über satte Rabatte freuen – obwohl die Branche in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Boom erlebte (der Corona-Pandemie sei Dank). Trotzdem zeigen sich Kenner der Materie skeptisch.
Die Gründe für plötzlichen Preis-Verfall vor allem bei Wohnmobilen und Wohnwagen sind eindeutig. Doch können Camping-Freunde der Entwicklung wirklich trauen?
Camping: Rabatt-Schlacht läuft
Der Markt ist nach Jahren steigender Verkaufszahlen gesättigt, so will es das Einmaleins der Marktwirtschaft. Nachlassende Kaufkraft wegen Inflation, hoher Kreditzinsen und dem schlichten Umstand, dass bereits viele Camping-Liebhaber bereits ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen besitzen sorgen jetzt für fallende Preise.
„Die Händler müssen mehr Rabatte auf die neuen Fahrzeuge geben als noch vor ein paar Monaten. Auch gibt es noch jede Menge Neuwagen aus dem Modelljahr 2024, auf die der Händler höhere Rabatte geben muss als auf die 2025er-Modelle, um diese verkaufen zu können“, sagte etwa Fred Benz von „Caraworld“ gegenüber „promobil“. Die Rabatte für Camping-Kenner sind tatsächlich sehr groß.
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Camping: Satte Ersparnis ist real
So lassen sich aktuell beim Kauf des „Knaus Tourer Van Vansation 500 MQ“ satte 33.315 Euro sparen, der Urprungs-VK von 93.205 Euro fällt derzeit auf 59.890 Euro im „Caravan Center Bodensee“. Ebenso bei „Caravan Brecht“ in Heilbronn. Den „Bürstner Limited T 726 G“ gibt’s momentan für knapp 74.000 Euro, mit Rabatt gegenüber dem Ursprungspreis von knapp 18.000 Euro. Angebote wie diese gibt es noch einige mehr – doch Camping-Profis sollten genau hinschauen.
Zuerst gilt: Einen kühlen Kopf bewahren! Denn Sonderangebote gibt es viele, es gilt zu vergleichen. Dazu lokalen und großen Messen sind dazu häufig ebenfalls große Rabatte zu erwarten, wie „promobil“ empfiehlt. Dazu sind Umweltstandards nicht selten ein Fallstrick. Vor allem ältere Modelle können Defizite aufweisen in Sachen Umweltplakette und Sicherheitsstandards.
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Camping: Gut überlegen!
Dazu können vor allem kleinere Händler durch die hohe Produktionsrate und das Überangebot pleite gehen – dieses Schicksal ereilte in den vergangenen Monaten nicht wenige. Passiert das, ist Service vom Händler oder sogar Hersteller nicht mehr gegeben! Die Camping-Branche steht vor Herausforderungen.
Während viele Kunden locken müssen, hat das Vorteile – doch auch in der Produktion kann es möglicherweise zu verminderter Qualität kommen, da Kosten eingespart werden müssen. Es gilt also: Gut überlegen, nichts überstürzen.