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DHL im Norden auf Spar-Kurs! Selbst Zusteller genervt – „Rein und Raus“

DHL präsentiert eine vermeintliche Lösung im Paket-Wahnsinn. Doch Kunden und sogar Fahrer finden den Plan nicht gut.

DHL im Norden
© IMAGO / Gottfried Czepluch

DHL – Der Paketdienst mit den drei rätselhaften Buchstaben

In diesem Video stellen wir dir den Logistik-Riesen DHL vor und beantworten die Frage, wofür DHL eigentlich steht.

Wir müssen uns wohl eingestehen: Wir bestellen zu viel online. Stressig wird das für die zu wenigen Fahrer der DHL. Auch bei DHL im Norden heißt es tagtäglich: schnell, schnell von einer Adresse zur nächsten.

An so ziemlich jeder Ecke in Wohngebieten oder in Straßen mit vielen Läden sieht man sie stehen die großen gelben Autos vom Paketdienstleister. Von morgens früh bis abends spät verteilt die DHL im Norden die Pakete und wird doch oftmals nicht fertig. Jetzt verkündet die DHL, wie sie die Fahrer zukünftig entlasten will – doch das stößt nicht überall auf Zuspruch!

DHL im Norden: Kommt jetzt die Lösung?

Bis 2030 will die DHL die Anzahl ihrer Paketstationen zum Abholen und Abgeben verdoppeln. In ganz Deutschland soll die Zahl von 15.000 auf 30.000 ausgebaut werden. Allein in diesem Jahr sollen 2.000 neue Paketstationen dazukommen. Fluch oder Segen? Die DHL-Kunden sind da unterschiedlicher Ansichten.

Einigen Kunden sind absolut positiv angetan, fragen, wieso das Ganze denn fünf Jahre dauern müsse. Lieber jetzt als gleich hätten sie mehr Flexibilität beim Senden und Empfangen ihrer Pakete. Die meisten Berufstätigen schätzen die Unabhängigkeit von Filial-Öffnungszeiten. Viele finden auch, die Station sei gut, weil sie die überarbeiteten Fahrer entlaste: „Ich leite die Pakete immer direkt um. Der Fahrer hat genug zu tun, der muss nicht noch zu mir in den 5. Stock laufen.“

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DHL im Norden: „Rein und raus“

Ein Kunde berichtet von einem Gespräch mit einem Fahrer an einer Paketstation, auch die Fahrer fänden diese Option gar nicht gut: „Der war überhaupt nicht begeistert von diesem Rein und raus!“ Die Leute würden die Sachen da oft schlecht verpackt hineinwerfen und der Fahrer müsse das dann nacharbeiten. Außerdem würde man Amazon-Rücksendungen gänzlich unverpackt hereinlegen dürfen und er müsse die dann einpacken. „Er würde die Dinger sofort wieder abschaffen“, erklärt der abgeschreckte Kunde.


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Andere empören sich, finden, es gäbe immer weniger Service, aber trotzdem hohe Kosten für die Kunden. Eine Kundin sorgt sich um die alten und kranke Leute. Diese könnten eher schlecht ihre Lieferungen abholen gehen. Besonders ärgerlich sei es für diese Menschen, wenn der Fahrer bei ihnen nicht klingele, obwohl sie den ganzen Tag zu Hause warteten. Und dann müssten sie noch zur Station, die im schlimmsten Fall nur über eine App mit dem Smartphone zu bedienen sei. So kämen diese Leute nie an ihr Paket, ärgert sie sich.