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Hamburg und der Norden: Streik legt Verkehr lahm! Weil das Geld nicht reicht

Massive Ausfälle im Öffentlichen Nahverkehr! Hamburg und der Norden erleben einen massiven Streik – Verhandlungen laufen schleppend.

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Der Busverkehr in Hamburg und im Süden Schleswig-Holsteins ist stark eingeschränkt. Grund ist ein 24-stündiger Warnstreik der Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), zu dem die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen hat.

Seit Freitag (7. Februar) um 3 Uhr befinden sich zahlreiche Beschäftigte im Ausstand. Rund 120 Teilnehmer versammelten sich am Busbetriebshof Schenefeld, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Bereits eine Woche zuvor hatte ein Warnstreik mit hoher Beteiligung stattgefunden. Trotz der massiven Einschränkungen gibt es einige Ausnahmen im Schülerverkehr.

Hamburg und der Norden: Forderung nach Lohnerhöhung

Ver.di fordert eine tabellenwirksame Erhöhung der Löhne um 400 Euro für Beschäftigte sowie um 200 Euro für Auszubildende – verteilt über zwölf Monate. Die Gewerkschaft begründet die Forderung mit den steigenden Lebenshaltungskosten.

„Bei den hohen Lebenshaltungskosten, […] Energiepreise, gleichzeitig Lebensmittel. Da müssen die Löhne einfach steigen. Und dafür sind die Leute hier auf der Straße und kämpfen dafür“, sagte Verhandlungsführer Sascha Bäring von Ver.di Nord.

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Hamburg und der Norden: Verhandlungen ohne Ergebnis

Die bisherigen Tarifgespräche zwischen Ver.di und den Arbeitgebern blieben ohne Einigung. Laut der Gewerkschaft seien die angebotenen Erhöhungen nicht ausreichend, um mit der Inflation Schritt zu halten.

Die Arbeitgeberseite äußerte sich bislang nicht zu den aktuellen Streikmaßnahmen. Ver.di zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Verhandlungen in die gewünschte Richtung gehen werden.


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Busausfälle bis Samstagmorgen

Die Einschränkungen im Busverkehr werden voraussichtlich bis Samstagmorgen (8. Februar) andauern. Pendlerinnen und Pendler müssen sich darauf einstellen, alternative Verkehrsmittel zu nutzen.

Ob weitere Streiks folgen, hängt vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte an, den Druck weiter zu erhöhen, sollte es keine Fortschritte geben.