Gregor Jeske ist Vormann des größten deutschen Seenotrettungskreuzers „Hermann Marwede“, das momentan durch die neue Doku-Serie der ARD „Die Seenotretter“ an Bekanntheit erlangt. Nun sprach der Vormann in der neuen Ausgabe der „NDR Talk Show“ über die Arbeit als Seenotretter.
Vor allem ein dramatischer Einsatz auf der Nordsee setzte Jeske ordentlich zu. In der „NDR Talk Show“-Folge am 21. Februar offenbarte er den Zwiespalt, der auf seinen Schultern lastete.
„NDR Talk Show“: Leben retten auf der rauen Nordsee
In der neuen Ausgabe der „NDR Talk Show“ spricht Seenotretter Gregor Jeske über einen besonders brisanten Fall der Seenotretter, der in Staffel 1 der ARD Doku-Serie zu sehen ist. Im Oktober 2023 kam es zu einer Kollision zweier Frachter auf der Nordsee – bei schlechter Sicht, eiskalter See und tobendem Sturm wurden Seeleute vermisst. Jeske hatte die Wahl, Einsatzleiter sein.
Moderator Hubertus Meyer-Burckhard konfrontierte den Seenotretter Gregor Jeske mit einer direkten Frage. Meyer-Burckard hatte in Erfahrung gebracht, dass Jeske sich anfänglich in einem Zwiespalt befand und zögerte, den Job des Einsatzleiters zu übernehmen. Jeske räumt ein: Er hatte Bedenken und befand sich in einem Zwiespalt – den mit diesem Titel trägt man eine krasse Verantwortung.
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„NDR Talk Show“: Extreme Rettungsmission
Jede Sekunde zählte bei diesem Einsatz, den Jeske trotz seiner Zweifel als Leitung übernahm. „Wenn man dahin kommt, das ist zappenduster. Wir hatten super schlechte Sichtbedingungen. Die See war wahnsinnig rau. Zudem war die Wassertemperatur sehr niedrig, 7 bis 8 Grad“, rekonstruiert Jeske die Lage in der „NDR Talk Show“.
Ein Albtraum für jeden Seemann, doch für Jeske und seine Crew ist es Alltag. „Wir arbeiten gegen die Zeit, denn je länger die Suche dauert, desto geringer die Überlebenschancen“, erklärt er weiter. Zwei Menschen konnten bei dem Schiffsunglück letztendlich aus dem Wasser gerettet werden.
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„Wir wollen helfen, bevor etwas passiert“, betont Jeske beim Gespräch in der „NDR Talk Show“. Ein Notruf über Funk, ein Anruf per Handy und innerhalb von Minuten eilt die „Hermann Marwede“ zur Rettung. Die neue Serie und Greorg Jeskes Erzählungen verdeutlichen die Bedeutsamkeit der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).