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Ostsee: Preis-Boom und Leerstand auf Usedom? Experten mit düsterer Ansage

Hohe Übernachtungspreise machen sich auf der Ostsee-Insel Usedom breit. Unter Urlaubern brechen hitzige Diskussionen aus.

© Imago / Westend61

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

Die Ostsee-Insel Usedom zieht jährlich unzählige Gäste an. In den letzten Jahren ist jedoch der Urlaub auf Usedom zunehmend teurer geworden. Besonders durch die Corona-Krise und die gestiegenen Preise im Lebensmittel- und Energiebereich hat sich die Situation weiter verschärft.

Nun meldet sich ein Gast der Insel auf Facebook und wettert über starke angezogenen Übernachtungspreise. MOIN.DE fragte beide dem Inseltourismus der Insel genauer nach und bekam pikante Zugeständnisse…

Ostsee: Hohe Kosten

Ein Ostsee-Fan schreibt in einer Facebook-Gruppe, dass er beobachtet haben will, wie Übernachtungspreise auf Usedom stetig steigen und es Vermieter gibt, die sogar die Provisionen bei großen Portalen auf den Übernachtungspreis draufschlagen. Er sieht nicht ein, dass die Gäste diese Provision zahlen müssen. Früher sei das nicht so gewesen, da habe der Vermieter die Kosten getragen, meint er. Viele Ferienwohnungen sollen zudem leer stehen.

Leser des Beitrags antworten, dass er buchen solle oder es halt sein lassen solle. Ein Ostsee-Liebhaber gibt den Tipp, dass man über den Vermieter direkt buchen soll und nicht über gewisse Buchungsportale. So könne man sich die zusätzlichen Kosten sparen.

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Ostsee: Preisanstieg zwischen 10 bis 15 Prozent

Ob sich die Preise wirklich so stark erhöht haben, wollte MOIN.DE genau wissen und sprach mit dem Inseltourismus auf. „Einige Anbieter von Ferienwohnungen haben die Preise in den letzten Jahren tatsächlich erhöht, andere hingegen haben ihre Preise stabil gehalten. Im Schnitt lag der Preisanstieg zwischen 10 bis 15 Prozent. Dies ist nicht zuletzt auf die allgemeinen Preissteigerungen (Inflation) infolge des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine zurückzuführen. Es ist daher eher als eine ‚Preisanpassung‘ an die aktuellen Umstände zu verstehen“, sagt Karina Schulz gegenüber MOIN.DE.

Ob die Ostsee-Insel einen Rückgang an Buchungen von Ferienwohnungen auf Usedom in dieser Saison registrieren konnte, sagt Frau Schulz: „Bei der Anzahl an Buchungen müssen wir tatsächlich einen leichten Rückgang in Höhe von 5-10 Prozent feststellen. Das schlechte Wetter im Juli und August war dafür die Hauptursache. Vor allem die kurzfristigen Buchungen blieben aus diesem Grund aus.“


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Ostsee: Aktuelle Auslastung

Auf MOIN.DE-Frage, wie die aktuelle Auslastung im Oktober aussieht, erklärt Schulz: „Die aktuelle Auslastung im Oktober liegt in den Ferienwohnungen bei rund 45 Prozent. Dafür sind in dieser Jahreszeit typischerweise Hotels besser gebucht, da die meisten Hotels einen Wellnessbereich vorhalten, der zur aktuellen Jahreszeit gerne von Gästen genutzt wird.“