Urlauber auf der beliebten Nordseeinsel Sylt müssen jetzt besonders tief in die Tasche greifen. Denn hinter einem vermeintlich großzügigen Gratis-Angebot verbirgt sich eine saftige Umlage, die schleichend von den Gästen mitfinanziert wird.
Der neu eingeführte „SyltGO!“-Mobility-Pass verspricht kostenlose Busfahrten und Kulturangebote, doch die Kosten werden offenbar clever auf die Touristen abgewälzt, sodass am Ende gar nichts kostenlso ist.
Sylt: Kostenlos? Von wegen!
Was sich auf den ersten Blick wie eine großzügige Geste für umweltfreundlichen Tourismus liest, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als verdeckte Extrabelastung für Sylt-Urlauber. Vermieter zahlen eine geringe Umlage, die sie natürlich in ihren Preisen weitergeben und am Ende bleibt die Rechnung bei den Touristen hängen.
Ob die Touristen also das Bus- und Kulturangebot nutzen oder nicht, zahlen müssen sie in jedem Fall. Die Verantwortlichen der Initiative sehen das anders. Margot Böhm, Vorsitzende des Tourismusausschusses, argumentiert Berichten des „shz“ zufolge, dass das neue Angebot eine „stressfreie Mobilität“ für die Gäste ermögliche und zum Umweltschutz beitrage.
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Sylt-Abzocke? Urlauber zahlen doppelt für kostenloses Angebot
Am Ende zahlen die Urlauber jedoch doppelt, erst für die Anreise nach Sylt, dann über die versteckten Umlagen. Die neue Karte erlaubt kostenlosen Eintritt zu sechs Kultureinrichtungen, darunter das Sylt Museum und das Erlebniszentrum Naturgewalten.
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Klingt verlockend, doch auch hier gilt: Wer sich nicht für diese Angebote interessiert, subventioniert sie trotzdem mit. Dabei bleibt unklar, wie viel Geld tatsächlich durch die Umlage zusammenkommt und ob die Vermieter auf Sylt nicht sogar durch höhere Preise profitieren.