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Sylt: 39 Millionen Euro Steuergelder in den Sand gesetzt – schon wieder

Sylt haut die Steuergelder raus – und das völlig zu Recht. Doch der Geld-Topf ist ein Fass ohne Boden…für immer.

© IMAGO/Jürgen Schwenkenbecher

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

Sylt braucht’s mal wieder kräftig. Die Insel hat es schwer getroffen und jetzt soll der Steuerzahler helfen. Das ist zwar nicht neu, doch das Geld versickert nur allzu schnell.

Bald muss die Landesregierung wohl wieder den Geldhahn aufdrehen, damit Sylt einzigartig bleiben kann – das hat Vorteile. Trotzdem müssen jetzt satte 39 Millionen Euro Steuergelder her.

Sylt: Es muss fließen

Jedes Jahr ist Sylt sturmgeplagt, riesige Löcher reißen die Gewalten der Natur in die beliebten Strände der Urlaubs-Insel. Nach Herbst und Winter haben Experten auf der Insel geprüft, wie viel Sand fehlt. An einigen Orten ist der Verlust besonders massiv. Die Landesregierung will nun 1,7 Millionen Kubikmeter Sand aufspülen, Kostenpunkt 39 Millionen Euro über die nächsten vier Jahre!

Betroffen von Sandverlusten sind besonders Bereiche südlich von Rantum, in Westerland sowie zwischen Wenningstedt und Kampen auf Sylt. Auch an der Ostseite der Hörnumer Odde waren demnach sogenannte „Ausräumungen des Strandes“ und Abbrüche an den Dünen festgestellt worden, wie ein Sprecher des zuständigen Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) bekanntgab. Doch woher kommt der Sand, der nicht mehr da ist?

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Sylt: EU zahlt mit

Rund acht Kilometer vor Westerland saugen sogenannte „Saugbagger“ die wertvolle Fracht aus bis zu 30 Metern Tiefe. Das Sand-Wasser-Gemisch gelangt über eine Rohrleitung an die geplagten Strände, dort soll es verteilt werden.

Alles für den Küstenschutz, denn der ist wichtig. 80 Prozent der Kosten für den Giga-Aufwand soll durch EU-Mittel finanziert sein – um die Strände von Sylt langfristig zu erhalten und die Insel durch eine feste Küstenstruktur nicht weiter der Zerstörung auszuliefern.


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Neu ist das nicht, Stürme aus Westen und die dadurch hervorgerufene Meeresbrandung tragen nach Angaben des Landesbetriebs jedes Jahr Teile der Westseite der Insel ab. Seit 1972 sind an der Westküste Sylts mehr als 60 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült worden.