Viele Restaurants auf Sylt zählen für die Urlauber zu den Instiutuation, die während eines Aufenthalts auf der Insel unbedingt besucht werden müssen. Doch immer wieder kommt es vor, dass beliebte Restaurant, Cafès oder Kneipen schließen müssen.
Nun muss eine andere Institution auf Sylt schließen, die unter Anwohnern und Urlaubern gleichermaßen für Traurigkeit sorgt.
Sylt: Dieser Laden macht zu
Es ist der zentralste Supermarkt auf der Insel, der seine Türen für immer zu macht: Der Nahkauf an der Wilhelmstraße 6 in Westerland. Schon am 21. Mai, ein Sonnabend, ist dort zum letzten Mal zum Einkaufen geöffnet.
Im Eingangsbereich des Geschäftes werden die Kunden schon informiert: „Wir schließen unseren Betrieb aufgrund von Betriebsaufgabe“, heißt es dort nüchtern.
Gegenüber dem „shz“ bestätigten zwei Mitarbeiterinnen das Ende von Nahkauf in Westerland. Für alle Mitarbeitenden sei eine Anschlusstätigkeit gefunden worden – das ist doch mal schön zu hören. Eine Antwort auf Nachfrage von MOIN.DE bei der Rewe-Gruppe, zu der Nahkauf gehört, steht noch aus.
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Das ist Sylt:
- Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
- Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
- Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
- Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
- Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
- Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
- Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
- Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
- Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen
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Viel kritisierter Markt auf Sylt
Bekannt ist auf Sylt, dass sich die Kik-Filiale in Westerland gerne vergrößern würde. Der Nahkauf kommt da eigentlich gerade recht. Doch feststehen tut nichts. So heißt es von Kik-Sprecherin Rebecca Schäfer zum „shz“ lediglich: „Zu einer Vergrößerung der Filiale ist (…) noch nichts entschieden.“
Manch Einheimischer und Urlauber trauert dem Nahkauf auf jeden Fall nicht hinterher. So schreibt eine Frau auf Facebook: „Wir waren im Frühjahr entsetzt über das Geschäft, schmudelig und unsortiert. In den vergangenen Jahren haben wir gerne dort eingekauft.“
Und von einem Mann, der viel Zuspruch erhält, heißt es: „Dieser Supermarkt hat weder die Bezeichnung Supermarkt verdient, noch ist er besonders attraktiv. Kein Verlust für die Westerländer Innenstadt.“
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Für andere wiederum hatte der Zustand der Filiale sein Gutes. „Bester Laden. Hat zwar DDR-Charme, dafür immer lange offen, auch wenn man spät abends erst mit dem Zug ankommt. Bei Edeka sieht jeder Laden gleich aus“, heißt es in den Kommentaren.
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Sylt: Alternative nicht weit weg
Schon vor einem Monat schrieb eine Frau, die letztlich recht behalten hat, in eine Google-Rezension: „Wenn man den Supermarkt betritt, hat man den Eindruck, der Laden wird in Kürze geschlossen. Die Regale wirken leergekauft, der Laden wirkt unansehnlich. Und das Personal hat kein Interesse an der Kundschaft. Der Supermarkt ist nicht zu empfehlen, es gibt genügend Alternativen in Westerland.“
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Einkaufsmöglichkeiten finden sich in der Tat nicht weit enfernt. Nur ein paar Meter weiter liegt der Edeka von Biallas. (rg)