Der Schreck sitzt tief im Tierpark Hagenbeck. Der legendäre Zoo im Norden ist um einen tierischen Bewohner ärmer.
Die beliebte Elefantenkuh „Shandra“ hat zum letzten Mal ihr unverkennbares Tröten erschallen lassen, sie ist tot. Die Herde im Tierpark Hagenbeck verabschiedete sich voller tiefer Emotionen, ihre menschlichen Begleiter bleiben in Trauer zurück. Der Zoo im Norden schließt das Gehege.
Zoo im Norden: Die letzte Reise
Bereits am Freitag, dem 7. März, habe Shandra „sehr schwach“ gewirkt, berichtet der Tierpark Hagenbeck in einem hochemotionalen Facebook-Nachruf. Aus Sorge blieben Tierpfleger des Zoos im Norden sogar über Nacht bei der rüstigen Rüssel-Dame. Sie sollte nicht allein sein.
Am Tag darauf schaffte es Shandra nicht mehr, eigenständig aufzustehen, berichtet der Tierpark Hagenbeck. Die Verantwortlichen holten Tierärzte hinzu – die Experten trafen die bittere Entscheidung und erlösten das geschwächte Tier. Wiederholt hatte Shandra Schwächeanfälle, konnte sich nicht mehr aufrichten, das hohe Alter forderte seinen Tribut.
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Zoo im Norden: Herde reagiert emotional
Im Januar 2025 war bereits ein Kran nötig, um der Rüssel-Rentnerin auf die Beine zu helfen. Die Herde merkte wohl schon vor den menschlichen Betreuern, dass Shandra bald ihre letzten Atemzüge machen würde. Mit ausgiebigen Rüsselberührungen und tiefen Brummlauten nahm die Herde Abschied.
„Wir sind sehr traurig über den Verlust unserer liebevollen und sehr intelligenten Elefantenkuh Shandra. Sie hat ein sehr stolzes Alter erreicht und war ein wertvoller Bestandteil der Hagenbeck´schen Elefantenherde“, trauert Michael Schmidt, Leiter des Elefantenhauses um Shandra. Aus Pietätsgründen bleibt das Elefantenhaus des Tierpark Hagenbeck am 10. März geschlossen.
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„Wir werden unsere Shandra sehr vermissen“, verkündet der Zoo im Norden auf den hauseigenen Profilen in den sozialen Netzwerken. Ein Abschied, der schmerzt. Besucher, die Shandra zu Lebzeiten regelmäßig im Tierpark Hagenbeck erlebten, drücken ihre Trauer aus. „Mein aufrichtiges Mitgefühl für alle Elefantenpfleger!, schreibt eine Frau, eine andere wünscht der „Lieblingselefantenkuh“ eine „gute Reise“. Ein persönlicher Nachruf geht besonders ins Herz.
„Über der Regenbogenbrücke trifft sie Thorsten jetzt wieder“, vermeldet eine Frau – und meint damit Thorsten Köhrmann, den engagierten Tierpfleger des Zoos im Norden, der Mitte 2024 im Alter von 63 Jahren seine letzte Reise antrat.