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Neven Subotic bei Markus Lanz: „Irgendjemand muss das bezahlen“

Am Mittwochabend (19. März 2025) hatte Markus Lanz einen ganz besonderen Gast. Ex-BVB-Star Neven Subotić sprach über seine Projekte.

© Screenshot ZDF

Das ist Markus Lanz

Er war ein Fußballheld, feierte mit Borussia Dortmund zwei Deutsche Meisterschaften, einen DFB-Pokalsieg, stand mit den Schwarz-Gelben im Finale der Champions League – Neven Subotić. Doch während viele Profifußballer nach ihrer Karriere im Sport bleiben oder einfach das süße Leben genießen, hat sich der heute 36-Jährige entschieden, seine Zeit karitativen Zwecken zu widmen. Ein Thema, über das die BVB-Legende auch am Mittwochabend bei Markus Lanz sprach.

Wobei zu Beginn seiner Redezeit vor allem das Thema Korruption im Mittelpunkt stand. Hatte doch Jaqueline Flory, Gründerin des Vereins „Zeltschule e.V.“ berichtet, dass viele Hilfsgüter auch auf dem Schwarzmarkt landen würden.

Neven Subotić bei Markus Lanz

Wenn man mit einem Budget von 50, 60 Milliarden, wie beispielsweise USAID arbeite, würde man auch „Korruption sehen, spüren und erfahren“, so Subotić. Dies solle aber kein Bashing sein, stellte der ehemalige Profifußballer klar, „es gibt auch lebenswichtige Projekte, die sie leisten. Alleine in Tigrei, dem Bundesland in dem wir auch im Norden von Äthiopien arbeiten, das zwei Jahre Bürgerkrieg hinter sich hatte, (…) dahin entfallen jetzt Unterstützungen von circa 2,5 Millionen Menschen. In einem Land mit sechs Millionen. Das zeigt auch ein bisschen das Ausmaß“, rechnet der 36-Jährige vor.

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„Irgendjemand muss das bezahlen, das ist dann auch die Realität des Tages“, so der einstige Bundesliga-Star. Zudem decke es sich nicht mit seiner Erfahrung, dass in den Entwicklungsländern nur Korruption vorherrsche: „Das Erscheinungsbild, zu sagen, es gibt dort wirklich nur Korruption und sonst niemanden, der etwas macht, deckt sich null mit meiner Erfahrung. Wir arbeiten in Ostafrika, dort in den ländlichen Regionen sieht man viel Engagement aus den Gemeinden dort. Das sind ja auch die Eltern und Familien von den Menschen, die da direkt betroffen sind.“



Ein großes Problem sei jedoch, dass viele Ressourcen eher an deutsche oder internationale Akteur gehen und nicht an die Akteure vor Ort.