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Hamburg: Razzia bei Polizisten! Wegen rassistischen Chats

Rassismus-Skandal erschüttert Hamburgs Polizei! Jetzt zieht der Polizeipräsident Konsequenzen und geht gegen die eigenen Reihen vor.

© IMAGO / Jonas Walzberg

Hamburg, meine Perle: Warum die Stadt so einzigartig ist

Mit über 1,8 Mio. Einwohner ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Außerdem kommen rund sieben Mio. Touristen pro Jahr in die Hansestadt. Doch was macht die Stadt so beliebt und einzigartig?

Ein Hamburger Polizeieinsatz, der sich gegen die eigenen Reihen richtet. Früh am Morgen, Punkt 6 Uhr, kam es am 4. März zu einem Schlag gegen die eigenen Leute.

Beim Einsatz stürmtet die Ermittler die Wohnungen von insgesamt 15 Hamburger Polizisten. Ihnen wird vorgeworfen rassistische und antisemitische Äußerungen in internen Chatgruppen geteilt zu haben.

Rassismus-Skandal bei der Hamburger Polizei

Laut Informationen der Ermittler handelt es sich bei den 15 Beamte, um vier Wasserschützer und elf Schutzpolizisten. Der Einsatz wurde vom Dezernat Interne Ermittlungen der Polizei Hamburg geleitet, dass bei den Durchsuchungen zahlreiche Datenträger, darunter Handys und Laptops, sicherstellte.

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Die Ermittlungen nahmen Fahrt auf, nachdem mehrere zehntausend Nachrichten aus einem Instant-Messaging-Dienst ausgewertet wurden. Diese umfassten fremdenfeindlich, rassistisch und teilweise sogar den Nationalsozialismus verherrlichende Chat-Inhalte. Besonders schockierte die Ermittler, dass sich in den Chats sowohl aktive als auch pensionierte Beamte der Schutz- und Wasserschutzpolizei beteiligten.

Hamburg: Polizei-Razzia bei 15 Beamten wegen rechtsextremer Chats

Die Polizei Hamburg zieht Konsequenzen. Polizeipräsident Falk Schnabel ordnete Disziplinarmaßnahmen gegen alle beteiligten Beamten an. Zudem wurde den aktiven Polizisten die Führung von Dienstgeschäften untersagt, außerdem mussten sie ihre Dienstausweise und Dienstwaffen abgeben. Ein Betreten von Hamburger Polizeidienststellen wurde ihnen strikt verboten.


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Schnabel fand deutliche Worte, wie man einer Pressemitteilung der Polizei entnehmen kann: „Jegliche Form von Diskriminierung, Gewaltverherrlichung oder Fremdenfeindlichkeit werden wir in der Polizei Hamburg nicht akzeptieren.“ Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Beamten nicht nur disziplinarrechtliche, sondern auch berufliche Konsequenzen.