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Burger King in Hamburg: Hygiene-Ärger? Fiale sorgt für Wirbel

Diese Burger King Filiale in Hamburg Langenhorn hat angeblich Schwierigkeiten mit Hygiene.

© Marie Mosebach/ MOIN.DE

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Fast Food von Burger King ist auch in Hamburg äußert beliebt, denn es ist schnell, sättigend und lecker. Doch was passiert, wenn man einen Blick hinter die Kulissen einer beliebten Burger-Kette wirft?

Was wie eine Enthüllung aus einer neuen Team Wallraff-Dokumentation klingt, brachte bei einer Vor-Ort-Recherche von MOIN.DE neue Erkenntnisse ans Licht.

Hamburg: Burger King Langenhorn unter der Lupe

Nach einem viralen Post in den sozialen Medien über die Qualität der Burger-King-Filiale an der Langenhorner Chaussee beschloss MOIN.DE, sich selbst ein Bild zu machen. Der Beitrag sorgte in einer lokalen Facebook-Gruppe für Aufsehen. Kunden beschwerten sich über mangelnde Hygiene und einen spürbaren Qualitätsverlust nach einem Filialumbau. Die neuen Mitarbeiter seien unfreundlich, der Speck unappetitlich, und die Burger entsprächen nicht mehr dem gewohnten Standard.

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MOIN.DE besucht die Filiale in Hamburg an einem Freitagmittag. Der Laden ist voll, die Mitarbeiter sichtlich überfordert. In der Küche herrscht Hochbetrieb, doch was sich dort abspielt, ist mehr als fragwürdig. Der Filialleiter selbst springt ein, um den Ansturm zu bewältigen, doch dabei trägt er weder Handschuhe noch Schutzkleidung.

Fingerfood mal anders: Burger King in Hamburg setzt auf „Handgemacht“

Mit bloßen Händen fasst er sämtliche Speisen an, die für die Testbestellung von MOIN.DE zubereitet werden, darunter Pommes, Burger, Chicken Nuggets.


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Doch das ist nicht der einzige bedenkliche Moment. Auch ein anderer Mitarbeiter trägt lediglich einen einzigen Handschuh, ein Verstoß gegen grundlegende Hygienestandards? Nein, denn gesetzlich vorgeschrieben ist das Tragen von Handschuhen nicht. Küchenpersonal muss sich lediglich regelmäßig die Hände waschen.

Burger King in Hamburg: Kunden sind gelassen

Trotz der fragwürdigen Zubereitungsbedingungen fällt das Testergebnis überraschend aus. MOIN.DE bestellt den Cheese BBQ Lover Chicken Burger mit extra Bacon, dazu King Nuggets und mittlere Pommes. Das Urteil: Das Essen ist okay. Zwar fehlt der Bacon, der Käse ist nicht richtig geschmolzen, und alles klebt aneinander, geschmacklich ist es jedoch in Ordnung und sieht auch nicht so unappetitlich aus wie erwartet.

Und auch die Kunden sind zufrieden. Ein langjähriger Gast reagiert auf die fehlenden Handschuhe mit Schulterzucken: „Also ich bin zufrieden hier. Kochst du zu Hause mit Handschuhen?“

Ein anderer Kunde erinnert sich an die Enthüllungen der Team Wallraff-Reportage über die Missstände in Burger-King-Filialen und meint: „Ja, man hört immer mal wieder von Ratten und so weiter. Aber hier hab ich das noch nie erlebt. Diesmal ist sogar jemand da, der ständig mit einem Lappen durch den Laden geht und putzt.“

Hamburg: Burger-King-Test mit Überraschungseffekt

Auch der Filialleiter selbst, seit fünf Jahren im Dienst, sieht keinerlei Probleme, als MOIN.DE ihn mit den Vorwürfen aus den sozialen Medien konfrontiert. Sein Kommentar „Bei mir hat sich noch keiner beschwert. Seit dem Umbau haben wir sogar mehr Kunden als vorher.“ Doch ein Mitarbeiter kann sich dann doch noch erinnern und gesteht ein: „Bei mir hat sich aber einer mal beschwert, weil die Burger nicht so aussehen wie auf dem Bild.“

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