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Ostsee: Völlig abgedreht, was hier mit Verstorbenen passiert – „Nimmt einem die Angst vor dem Sterben“

Friedhof, Wald oder Seebestattung – ein Bestatter an der Ostsee geht ungewohnte Wege. Angehörige zeigen sich begeistert über die kreative Beisetzung.

© IMAGO / Fotoagentur Nordlicht

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

Der Tod ist ein prägendes Erlebnis im Leben eines jeden Menschen – für die Hinterbliebenen ist es nicht nur eine schwere Zeit, es muss sich auch um vieles gekümmert werden. Die meisten Bestattungshäuser setzen auf eine konventionelle Beisetzung auf einem Friedhof, doch ein Unternehmen an der Ostsee bietet nun neue kreative Wege der Bestattung.

Neben Friedhöfen, Friedwäldern oder Seebestattungen gibt es heutzutage auch andere Wege bestattet zu werden. An der Ostsee-Küste wird ein solches Verfahren von mehreren Instituten angeboten.

Ostsee: „Meine Frau wird jetzt eine Magnolie“

Nachdem Tod nicht auf einem Friedhof beigesetzt werden, sondern als Baum zu einem neuen Leben zu erwachen? Wie die „Ostsee Zeitung“ (OZ) berichtet bietet ein Bestattungsinstitut aus Rostock an der Ostsee genau diesen ungewöhnlichen Service an. Ein Hinterbliebener berichtet von seinen Erfahrungen…

„Meine Frau wird jetzt eine Magnolie“, berichtet ein Witwer von der Ostsee. Die Asche seiner Frau wird mit einer besonderen Erde vermischt, aus der dann ein Baum oder eine Pflanze wachsen kann. Erst seit wenigen Monaten gibt es das Angebot und es stößt bereits auf viel Interesse bei Betroffenen. „Als Pflanze weiterzuleben nimmt einem die Angst vor dem Sterben“, zitiert die „OZ“ den frisch verwitweten Mann.

+++Ostsee-Liebhaber hauen auf den Tisch – weil hier alles den Bach runter geht+++

Ostsee: Neue Formen der Bestattung

Den Baum oder Busch kann man anschließend sogar mit nach Hause nehmen: Der Mann aus Rostock berichtet, dass er ihn im Garten des gemeinsamen Hauses pflanzen wird. So ergebe sich eine ganz besondere Möglichkeit der verstorbenen Person immer besonders Nahe zu sein. Ein regelmäßiger Besuch auf dem Friedhof würde sich gerade mit fortschreitendem Alter zunehmend schwerer gestalten.


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Die Bestattungsmethode nennt sich „Tree of Life“ und wird nur von ausgewählten Bestattungsinstituten angeboten. Nach einer Wachstumsphase von vier bis neun Monaten kann der Baum aus der Asche einer geliebten Person, an einem gewünschten Ort eingepflanzt werden.